Schöne neue Kleider
Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Ingo Schulze hat sich Gedanken über den Zustand der Republik gemacht und ist dabei auf ein Märchen von Hans Christian Andersen gestoßen, das er eingangs seiner Rede in Dresden mit Blick auf die Politische Klasse zitiert: „Keiner wollte es sich merken lassen, daß er nichts sah; denn dann hätte er ja nicht zu seinem Amte getaugt oder wäre sehr dumm gewesen. Keine Kleider des Kaisers hatten solches Glück gemacht wie diese. „Aber er hat ja gar nichts an!“ sagte endlich ein kleines Kind. „Hört die Stimme der Unschuld!“ sagte der Vater; und der eine zischelte dem andern zu, was das Kind gesagt hatte. „Aber er hat ja gar nichts an!“ rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: ’Nun muß ich aushalten.‘ Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.“ Die Dresdner Reden  haben eine über zwanzigjährige Geschichte. Geprägt sind sie von der völligen Freiheit der Vortragenden bei der Themenwahl. Allein der „Gedanke zur Zeit“ war das verbindende Element der Reden. Schulzes kompletten Text „Unsere schönen neuen Kleider. Gegen die marktkonforme Demokratie – für demokratiekonforme Märkte“ finden Sie hier 

 

(Präsidialer) Schirmherr
Joachim Gauck, der designierte Bundespräsident, sorgt sich um Gefahren, die unserer Postdemokratie durch das Internet drohen. Deshalb hat er die Schirmherrschaft über das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DiVSI) übernommen. Träger des Instituts ist die Deutsche Post gemeinnützige Gesellschaft für sichere und vertrauliche Kommunikation im Internet mbH. Gauck schreibt dazu: „Das weltweite Internet bietet alle Voraussetzungen, um die in den ersten zehn Artikeln unserer Verfassung verankerten Grundrechte aller Bürger in diesem Land auszuhöhlen. Dies gilt insbesondere für das Recht auf freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit in Artikel Fünf – eine wesentliche Grundlage unserer funktionierenden Demokratie – und es gilt letztlich auch für den Kernsatz unserer Verfassung, den Artikel Eins des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Im Februar 2012 hat das SINUS-Institut Heidelberg im Auftrag des Instituts eine „DIVSI Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“ veröffentlicht, die erste Hinweise für diese „große gesellschaftspolitische Herausforderung“ geben soll und dafür plädiert, „Angebote und Maßnahmen für mehr Vertrauen und Sicherheit im Internet zu entwickeln, die den unterschiedlichen Motivationen, Kompetenzen und potenziellen Konflikten in den einzelnen Internet-Milieus, und damit in den digitalen Lebenswelten, Rechnung tragen – sei es bezüglich Inhalten, Formaten oder kommunikativer Vermittlung.“ Die Studie hier als  download  

 

Zombie-Alarm

Constanze Kurz erwartet im Jahr 2012 kaum Besserungen in Sachen Netz und Politik. „Wer geglaubt hatte, dass auch konservative Parteien zeitgemäße Netzpolitik betreiben wollen, muss enttäuscht sein“, schreibt sie in der FAZ: „Nach ersten Ansätzen droht nun die Rückkehr zu einer klassischen Klientelpolitik.“ Mehr zur „Rückkehr der Internet-Zombies“ hier

 

Best Blogs

Sie heißen Querdenker, Spiegelfechter oder Sprengsatz und Lobbycontroll: Blogs, die sich politischer Themen im weitesten Sinne annehmen, dazu berichten oder kommentieren. André Westkamp hat jetzt eine Liste der aus seiner Sicht "25 besten Politblogs" veröffentlicht. Mehr dazu hier 

 

Grundlagenforschung
Das Geheimnis erfolgreicher Grundlagenforschung, ist, meint der Berliner Literaturwissenschaft Peter-André Alt, „dass sie Spielräume für produktive Irrtümer, Assoziationen und Korrekturen bietet. Wissenschaftliche Institutionen müssen Kreativität durch eine Kultur der Entschleunigung unterstützen, die das Prinzip des Zufalls als integralen Bestandteil des Forschungsprozesses anerkennt. Der mit den Mächten der Hölle verbündete Faustus wird am Ende, nach 24 Jahren, vertragsgemäß vom Teufel geholt, der seinen irdischen Leib zerfetzt und seine Seele ins Feuer schleppt. Heute, vierhundert Jahre nach der "Historia", haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Zum Teufel geht die Wissenschaft nur, wenn sie mit der Taktik paktiert, statt ihre ursprüngliche Aufgabe, Erkenntnis aus Neugierde, ernst zu nehmen.“ Mehr

 

Geschwindigkeitsrausch
Manch einem erscheint der Wunsch nach Entschleunigung längst als überholt. Recht hat er. Denn Geld regiert die Welt. Und die Geschwindigkeit der finanziellen Transaktionen ist längst außer Kontrolle. Jetzt eben werden 300 Mio. Euro investiert, um die Transaktionszeit zwischen den Börsen in New York und London um 6 Milisekunden verkürzen. Flitzen Sie mit 

 

Doppelmoral

Dirk von Gehlen wundert sich über die Musikindustrie. Sonst verfolgt sie doch jeden noch so kleinen Download als illegal, bei Apple´s neuem Projekt iTunes Match nimmt sie keinen Anstoß an derlei: „'Mit iTunes Match können Sie für nur 24,99Euro pro Jahr Ihre gesamte Musiksammlung (selbst Songs, die sie nicht bei iTunes gekauft haben) in iCloud speichern und von allen Ihren Geräten darauf zugreifen.' Erstaunlich daran ist der Zusatz in Klammern. Denn ob die Lieder von importierten CDs kommen, bei anderen Anbietern erworben wurden oder aus Tauschbörsen stammen, ist Apple egal. Wer die jährliche Zugangsgebühr bezahlt, bekommt den Titel in bester Qualität und quasi mit legalem Apple-Siegel.“ Mehr hier 

 

Aufmerksamkeit 2.0

Georg Franck geht der Frage nach, wie ein Kunstwerk zum Klassiker wird. Nur das „Säurebad der Aufmerksamkeit“ kann diesen Status besorgen, meint er. Erst wenn es die inflationären Wirkungen von „Geld - Information – Aufmerksamkeit“ überstanden hat und aller Neuigkeits- und Seltenheitswert vernichtet ist, zeigen sich exemplarische Qualität und Substanz: „Es gibt wenig in unserer Kultur, was so stabil wie der Katalog der Klassiker ist.“ Die andauernde Zeit macht die Klassiker .

 

Zwei Drittel im Internet

Das Internet ist Teil des Alltags. 68% der Bevölkerung ab zehn Jahren nutzten in Deutschland im ersten Quartal 2007 das Internet, so das Ergebnisse der Befragung privater Haushalte zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien des Statistischen Bundesamtes. Damit lag der Anteil der Internetnutzer (68%) nur um sechs Prozentpunkte niedriger als der Anteil der Personen ab zehn Jahren, die überhaupt einen Computer in diesem Zeitraum nutzten (74%). Innerhalb der Gruppe der Internetnutzer waren 61% jeden Tag oder fast jeden Tag im ersten Quartal 2007 online. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Anteil 56% betragen. Insbesondere in den Bevölkerungsgruppen bis 54 Jahren liegt die Internetnutzung auf hohem Niveau. 94% der 10- bis 24-Jährigen nutzen das Medium. Allerdings bestehen zwischen Männern und Frauen Unterschiede bei der Internetnutzung. Im Befragungszeitraum surften 73% der Männer im World Wide Web, der Anteil der Frauen lag bei 63%. Dieser Unterschied liegt im Wesentlichen an einem deutlich verschiedenen Zugriff auf dieses Medium der älteren Generation. Bei der Wahl des Gerätes für den Internetzugang hat die Beliebtheit von Laptops und Notebooks in den privaten Haushalten deutlich zugenommen. Mehr Prozente

 

Dahinter das Elend

„Die GEMA kann nur kassieren, was der Markt hergibt.“, berichtet der Musiker und Labelbetreiber Stefan Goldmann : „Ein schmales oberes Segment erhält davon den Großteil der verfügbaren Gelder und dahinter beginnt sofort das Elend. Das sind soziale Mechanismen der Nachfrage. Aber mit Urheberrecht hat das nichts zu tun.“ Und: „Da Urheberrecht eben nicht gleich Einkommen ist, ist es für die Künstler weniger wichtig, als viele vermuten. Andererseits bringen auch bezahlte, legale Lösungen im Netz immer nur Kleingeld. Weil ferner die bestehenden Pauschalensysteme, etwa der GEMA, nicht funktionieren, ist daher die Kulturflatrate für die Kreativen völlig uninteressant.“ Nichtsdestotrotz will sich EU-Kommissarin Neelie Kroes in Zukunft weniger für die Verwerter und mehr für die Urheber einsetzen.

 

Back in the USA

Die Initiative “Europe versus Facebook” ist mittlerweile auch in den USA aktiv. Wie ihr Sprecher Max Schrems mitteilte, haben vier Kongressabgeordnete wg. Informationen zum Datenmissbrauch der weltweit aktiven Werbeagentur nachgefragt. Cliff Stearns (Republikaner) und seine drei Kollegen Diana DeGette, Joe Barton und Edward J. Markey wollen bis Anfang Januar Antworten von Facebook. Mehr hier

 

Zeitgeist

Google ermittelt den Zeitgeist nach den am häufigsten nachgefragten Suchbegriffen. In Deutschland waren im Jahr 2011 beispielsweise Pizza, Champions League 2011, Zahnarzt, EHEC, Japan und Fukushima. Die komplette Statistik ist  hier einzusehen.

 

Vernetzt, verwebt, verworren

„Vernetzt, verwebt, verworren – Die Kunst des transmedialen Erzählens“ lautete das Thema der diesjährigen Marler Medientage Anfang Dezember. Bei der Tagung trafen Welten aufeinander, befindet Jens Kobler: „Hier die (einstigen) Spielentwickler, die Filme als einen Bestandteil von vielen im transmedialen Storytelling betrachten – und dort die Filmproduzenten und Fernsehsender, die andere Medien mehr als Marketing-Tools sehen, die zum herkömmlichen Film- und Fernsehkonsum hinführen sollen.“ Sein Bericht

 

Antikapitalistischer Karneval

Inmitten der digitalen Welten streitet man über „Occupy Wallstreet“. „Eine Reihe von Kommentatoren hat die Bewegung als Karneval abzutun versucht“, schreibt  Claire Tancos. Macht aber nichts: “Carnival hardly exists in the United States anymore. It has survived as a Shrovetide festival with Mardi Gras in New Orleans and as a summer celebration for the West Indian community with the Labor Day parade in Brooklyn. However, the carnivalesque—as a medium of emancipation and a catalyst for civil disobedience—is alive and well, and these contemporary carnivals have retained their rebellious potential.”

 

Ambivalenz des Digitalen

Seit 1998 fördert das Migros-Kulturprozent die „digitale Kultur“, jetzt hat es mit dem Band «Kultur digital» ein Art Zwischenbilanz gezogen, berichtet Simon Spiegel. „Es liegt ein gewisses Paradox darin, die schnelllebige Welt des Digitalen im ‹langsamen› Medium Buch festhalten zu wollen. Ebenso offensichtlich ist die Unmöglichkeit, dieses uferlose Thema auf knapp 400 Seiten umfassend darzustellen. Die Herausgeber von «Kultur digital» haben deshalb einen mehrstimmigen, bewusst fragmentarischen Ansatz gewählt“, notiert Spiegel. Dabei zeigt sich, dass auch in digitalen Zeiten alte Ängste neu entdecket werden: „Die Angst, von der gigantischen Masse des – nicht selten unnützen – Wissens erdrückt zu werden, ist keineswegs neu, wie die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann in einem Interview ausführt. Bereits der Philosoph Friedrich Nietzsche warnte vor der Informationsflut.“ Mehr zu Kultur digital. Begriffe. Hintergründe. Beispiele

 

Kunstblogs kontrovers

That´s business: Eben hat die Deutsche Bank in den USA 553,6 Millionen Dollar Strafe gezahlt und mit dem US-Justizministerium eine Nichtverfolgungsver-einbarung unterzeichnet. Es ging um Geschäfte aus den Jahren 1996 – 2002, für die die Bank gegenüber der US-Staatsanwaltschaft New York „kriminelles Fehlverhalten“ eingestanden hatte. Jetzt drohen ihr weitere Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Ein US-Senatsausschuss wirft ihrer 2007 übernommenen Tochter Mortgage IT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vor. „Vorsicht wurde von Profitsucht überlagert, Treu und Glauben mussten hinter Gebühren zurückstehen“, kommentierte der New Yorker Bundesstaatsanwalt Preet Bharara. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Wie die Bank mitteilt, wurde sie in diesem Jahr „bereits elf Mal für ihr weltweites gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet“. Dazu gehört auch ihr Eintreten für Kunst&Kultur. Deutsche Bank Art Works gibt zum Beispiel einen Überblick über „das schier unendliche Universum der Kunstblogs“. Die Einführung für Neueinsteiger hier

 

Zeitverlust

„Das „Moratorium“ bezeichnet das Bemühen, durch die Errichtung einer befristeten Auszeit in einer Situation der Orientierungslosigkeit erneut Orientierung herzustellen“, schreibt Karlheinz Geißler in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Zeitpolitik. „Es geht um einen sich politisch auszahlenden Zeitverlust, um den paradoxen Versuch, durchs „Zeitverlieren“ Zeit zu „gewinnen“. Vergleichbar einem Topmanager, der sich bei einem zehntägigen Klosterurlaub soweit auftankt, dass er, zurück in seinem Unternehmen, wieder mehr aufs Gas drücken kann. Moratorium heißt: Abbremsen, um schnell sein zu können.“

 

Zeitfragen

Justin Timberlake und Amanda Seyfried spielen die Hauptrollen in dem aktuellen SF-Film "In Time - Deine Zeit läuft ab". Sein Thema: der Umgang mit Zeit und die Möglichkeit zur Entschleunigung. Die Soziologin Karin Jurczyk hat den Film gesehen und meint: „Ich hätte nicht gedacht, dass man dieses schwierige Thema so gut in einem so auch anschaulich rüberkommenden Film überhaupt verbildlichen kann. Ich finde, da steckt ganz viel drin von dem, was heute viele Menschen beschäftigt.“ Mehr

 

Europeana mit neuem Chef

Bruno Racine, Direktor der Bibliothèque nationale de France, ist neuer Vorsitzender der Stiftung Europeana, die die europäische digitale Bibliothek europeana.eu betreibt. Racine folgt Elisabeth Niggemann nach. Die Direktorin der Deutschen Nationalbibiothek hatte das Amt seit 2007 inne.

 

20 Jahre

Facebook will auf Drängen der US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission  stärker als bisher Datenschutzbestimmungen beachten und sich 20 Jahre lang einer Datenschutzaufsicht unterwerfen. Gabs die bisher nicht? Mehr

 

Die Kunst der Entschleunigung

Unter dem Titel „Die Kunst der Entschleunigung. Bewegung und Ruhe in der Kunst von Caspar David Friedrich bis Ai Weiwei“ beschäftigt sich das Kunstmuseum Wolfsburg noch bis zum 09.04.2012 mit den Phänomenen Digitalisierung, Internet und der globalen Kommunikations-Kultur: „Die (vorletzte) Finanzkrise wird vielfach als Folge der neuen Geschwindigkeit der Informationsübermittlung gedeutet. … Anhand der Kunst verdichtet die Ausstellung ein Thema, das den Nerv der Gesellschaft trifft und fokussiert mit den polaren Begriffen Beschleunigung/Entschleunigung zahlreiche aktuelle Probleme wie Zeitkrise, Finanzkrise, Umweltkatastrophen, Kontrollverlust, Gegenwarts-schrumpfung (Lübbe), Tempovirus Internet, Stress- und Burnoutsyndrome. Dabei kann es aber nicht um oppositionelle Lösungsversuche gehen. Was fehlt ist, wie der Soziologe Hartmut Rosa sagt, „ein neues Konzept von Fortschritt und einem gelingenden Leben“ – Fortschritt, der nicht Langsamkeit gegen Geschwindigkeit ausspielt. Hierbei hilft zu erkennen, dass die Geschichte der Moderne immer auch eine Geschichte komplementärer Tendenzen von Be- und Entschleunigung war.“ Mehr hier

 

Grundversorgung

Jon Callas, Cyperpunk, Sicherheitsexperte in Sachen Internet und Journalist provoziert mit einer Vorhersage: "Google, Facebook und andere große Internetkonzerne wandeln sich gerade von innovativen Vorreitern zu Grundversorgungsunternehmen der Informationsbeschaffung und des Gedankenaustauschs – und sie werden eines Tages unter staatliche Aufsicht gestellt oder gar vom Staat betriben werden." Einer der Gründe dafür: die Missachtung ihrer KundInnen durch die Multis. Mehr

 

Gutenberg-Galaxie

„Das Haus des ehemaligen SPD-Ministers und Ministerpräsidenten Reinhard Klimmt in Saarbrücken ist zwar keine imperiale Hofburg, sondern ein kleines, grau verputztes Zweifamilienhaus im Stil der fünfziger Jahre“, berichtet Hartmut Palmer in Cicero, „Aber es birgt eine wahrhaft majestätische Bibliothek. Vom Keller bis zum Dach ist es mit Büchern derartig vollgestopft, dass man Angst um die Statik bekommen könnte. Denn die etwa 30000 Bände, die dort jede Ecke und jeden Winkel füllen, haben ihr Gewicht. Hinzu kommen noch unzählige Holzskulpturen aus Afrika – Kunstschätze, die Klimmt ebenso leidenschaftlich sammelt wie die Bücher.“ Den ganzen Text lesen . Dazu hat das Magazin ein eigenes Dossier zum Thema zusammengestellt.

 

Spiegel vor Bild – You Tube auf ARD&ZDF

Der Spiegel steht wieder an der Spitze des Zitate-Rankings des Medienforschungsinstituts mediatenor. Im dritten Quartal 2011 hat er Bild überholt. Die Videoplattform YouTube ist übrigens die am häufigsten genannte Quelle in den Hauptnachrichten von ARD und ZDF.

 

Bewegtbilder

Videos zum Kongress, Interviews u.a. gibt es mit Constanze Kurz, Mercedes Bunz, Geert Lovink, Pit Schulz und Susanne Binas-Preisendörfer, Thomas Kröger und Oliver Scheytt. Abzurufen hier

 

Bild ./.Facebook

Auch BILD kämpft gegen Facebook. Ein Student hat bei dem Boulevardblatt enthüllt, dass Facebook über Jahre alle seine Daten gehortet hat:  1.200 Din A 4-Seiten umfasste die Auflistung. Bekommen hat er die Liste, weil Facebook seine Europa-Aktivitäten über Irland abwickelt und so europäischen Datenschutz-Bestimmungen unterliegt. Die Original-Informationen von Europa vs. Facebook  finden Sie hier hier. Dazu noch mehr hier

 

1 Prozent Internetsucht

Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, hat eine erste repräsentative Studie zur Häufigkeit der Internetabhängigkeit bei den 14- bis 64-Jährigen in Deutschland vorgestellt.  Danach sind 560.000 Nutzer oder 1 % der Altersgruppen internetsüchtig, wobei in der Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen deutlich mehr Mädchen (4,9 %) als Jungen (3,1 %) abhängig sind. Die auffälligen Mädchen nutzen vorwiegend soziale Netzwerke im Internet (77,1 % der Abhängigen) und eher selten Onlinespiele (7,2 %). Die jungen Männer nutzen seltener soziale Netzwerke (64,8 %) und häufiger Onlinespiele (33,6 %). „Wir vermuten, dass Mädchen und junge Frauen besonders empfänglich sind für die Bestätigungen, die man in sozialen Netzwerken findet, und dadurch auch eher eine Abhängigkeit entwickeln können“, erklärt Privatdozent Dr. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität Lübeck. „Das genaue Ausmaß dieser Störungen können wir aber erst in vertiefenden Befragungen untersuchen.“ Mehr hier

 

Warteschleife

Die Kölner gamescom 2011, nach eigenen Angaben „das weltweit größte Messe- und Event-Highlight für interaktive Spiele und Unterhaltung“ war ein voller Erfolg. „Unglaubliche 275.000 Menschen haben die Gamescom besucht – neuer Rekord. Die Kombination aus Schulferien plus Spieleneuheiten wie Battlefield 3, Diablo 3 oder Call of Duty: Modern Warfare 3 hat dazu beigetragen, dass die Hallen aus allen Nähten platzten“, so das Fachmagazin pc games.

 

Nicht neutral bleiben

Die Enqueter-Kommission fürs Internet ist zerstritten. Es gibt eine bekannte Mehrheit in der Enquete-Kommission für die Empfehlung einer gesetzlichen Festschreibung von Netzneutralität in diesem Text. Die Abstimmung darüber soll verhindert werden. Deshalb wurde gut parlamentarisch-demokratisch vertagt. Mehr

 

Reinhören

Am Vorabend des Kulturpolitischen Bundeskongresses diskutierten in der nordrheinwestfälischen Landesvertretung in Berlin der Informatiker Prof. Dr. Wolfgang Coy, die Schriftstellerin Kathrin Röggla und der Autor und Zukunftsforscher Dr. Karlheinz Steinmüller über die Frage „Netz macht Kultur? Was uns die Zukunft bringt“. Die Moderation lag bei Harald Asel. Der rbb zeichnete die Debatte auf und ergänzte sie durch Statements von Ute Schäfer, der NRW-Ministerin für Kultur, von Thomas Krüger, dem Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung, und von Oliver Scheytt, dem Präsidenten der Kulturpoltischen Gesellschaft e.V. Die Sendung können Sie hier hören. Der Podcast zur Sendung hier

 

Kulturmanagement

Der Bundesrechnungshof hat die Kartenvergabe der vom Bund geförderten Bayreuther Festspiele moniert. Nach seiner Analyse landen rund 60 % der Karten nicht im freien Verkauf, sondern werden nach z.T. nicht nachvollziehbaren Kriterien an Priviligierte vergeben. Viele Vergaben dieser Art gründen ausschließlich auf mündlichen Absprachen. Ohne diese Praxis wäre die Kartenvergabe wahrscheinlich zusammen gebrochen, denn das Bestellverfahren selbst ist antiquiert. Internet und Fax kommen nicht zum Einsatz. Und: das zur "Bestellhistorie" eingesetzte Computerprogramm ist über 20 Jahre alt, der Programmierer längst verstorben, meldet die Welt

 

Zensur auf Französisch

Die französischen Netzaktivisten von La Quadrature du Net fürchten um die Freiheit im Netz. Die Bemühungen der französischen Regierung unter Präsident Nicola Sarkozy laufen nach ihrer Analyse darauf hinaus, in Frankreich eine Regierungszensur inzuführen und die freie Meinungsäußerung im Netz mindestens zu behindern. “This draft executive order aims to give the government a vastly disproportionate power to censor any website or content on the Internet”, so Jérémie Zimmermann, Sprecherin der NGO. “It is an obvious violation of the principle of separation of powers, and strongly harms freedom of communication online. This is an extremely disturbing drift, in direct continuity with the French government's repressive Internet-related policies. This draft executive order must absolutely be rejected.”

 

Archiv - Bild - Interaktiv

Medien und Bilder prägen unser alltägliches Leben. Millionen von Menschen sind heute Bildproduzenten und tragen dank der digitalen Vernetzung zur Entstehung unserer Weltbilder bei. Das Interaktive Bildarchiv des Museums Ostwall in Dortmund sammelt fotografische Bilder. Es ist als Projekt gedacht, an dem sich alle Menschen beteiligen können. Der Raum des Interaktiven Bildarchivs soll sich zu einem öffentlichen Ort des Denkens in Bildern, des Sprechens über Bilder und deren Archivierung im Sinne eines kollektiven Gedächtnisses und Speichers entwickeln. 

 

Richtige Fragen

Der Kongress wird nur wenige Antworten liefern können, wichtiger ist es derzeit, die richtigen Fragen zu stellen“, befindet Oliver Scheytt, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft im Kongress-Interview

 

Studium Kultur digital

Sogar für Vorstandsmitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft überraschend: auf dem Kulturpolitischen Bundeskongress informierte ihr Kulturpolitisches Institut über seine Datenbank zum Studium Kultur. Inzwischen umfasst die digitale Übersicht mehr als 350 Studiengänge. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Datensammlung ist damit die mit weitem Abstand umfangreichste ihrer Art. Reingucken und weiterempfehlen.

 

Faulheit nützt Kulturpolitikern

Gert Lovink, Medienwissenschaftler, Netzaktivist und Leiter des Instituts für Netzkultur an der Hogeschool Amsterdam, zählt sich zur Fraktion der radikalen Pragmatisten“. Nach seiner Meinung ist das Internet längst über das Stadium eines Hypes hinaus: „Das Internet is here to stay, egal was mit den Protokollen passiert, dem Einfluss von Mobilgeräten und den Beschränkungen, die Firmen und Nationalstaaten auferlegen.“ Auch deshalb kann er entspannt auf die kulturpolitischen Herausforderungen der digitalen Welt reagieren. Lovink: „Ich plädiere für Faulheit und Nichtstun. Die Idee, wir müssten etwas damit anfangen, darauf reagieren, sich dazu verhalten, sich damit auseinandersetzen... lass es sein! Entweder man macht da mit oder eben nicht. Auch die Moralpolitik können wir sein lassen. Die Leute benutzen es eh, egal was die Kulturpolitik dazu sagt. Was die Kulturpolitik aber tun kann, ist die Softwareentwicklung und die damit verbundene Kunstpraxis zu fördern. Was Europa braucht, ist mehr Sichtbarkeit solcher Projekte.“ Mehr von Lovink gefällig? 2010labtv hat ihn interviewt. Auf dem Kulturpolitischen Bundeskongress spricht er auf Panel 1 Claudia Henne, HA Kultur rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg, moderiert.

 

Neues Bibliotheksportal des Landschaftsverbandes

Rund 280.000_Medien sind mit dem neuen Bibliotheksportal des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab dem 1. Juni unter der Adresse www.lwl.org/opac für die Öffentlichkeit "auffindbar". Der "Bücherschatz" reicht vom historischen Buch aus dem Dreißigjährigen Krieg bis zu aktueller Fachliteratur: Beteiligt sind in der Metropole Ruhr das LWL-Freilichtmuseum in Hagen und das LWL-Industriemuseum in Dortmund. Ausleihen kann man die Bestände allerdings nicht, sondern in den Präsenzbibliotheken vor Ort einsehen.

 

Gedächtnis

Peter Glaser zitiert Leonard Cohen (“I can't forget, but I don't remember what.”) und denkt über das Internet als “megalomanische Merkmaschine" nach.

 

 

KuPoGe goes Xing

Eine Reihe von Mitgliedern der Kulturpolitischen Gesellschaft hat auf www.xing.de ein Forum eingerichtet, um sich über aktuelle Fragen aus Berufsalltag und Kulturpolitik auszutauschen. XING verspricht übrigens, personenbezogene Daten nicht zu Werbe- oder Marketingzwecken Dritten zur Kenntnis geben oder diese sonst wie an Dritte weitergeben. Das Forum der KuPoGe findet man, wenn man im Suchfeld den Begriff „Kulturpolitische Gesellschaft“ eingibt. Anschließend auf „Mitglied werden“ klicken.

 

 

Crowdfunding konkret

2010LAB.tv traf in Berlin auf Künstler und Kreative, die Erfahrungen mit Crowdfunding haben. Sie erklären im Gespräch konkret, was es ihrem Projekt gebracht hat. Mit dabei u.a. Andreas Bischof von Analogsoul, Lisa Laux und ihr Hörspiel bei Lauscherlounge, Nana Yuriko über ein Dokumentarfilmprojekt  und Chris Strauß und das Videospiel Rider and the StarSheriffs.

 

Verbraucherschutz

Till Kreutzer hat ein Gutachten für die Verbraucherzentrale Bundesverband geschrieben. Thema: Rechtliche Begutachtung ausgewählter urheberrechtlicher Fragen mit verbraucherschutzrechtlichem Bezug wie Privatkopie, Kulturflatrate und Vergütungspflicht. Das Gutachten als Download

 

 

Gegenöffentlichkeit 2.0

Gedanken zum Thema Gegenöffentlichkeit macht sich Volker Bahl und bemüht dabei Michel Foucault. Mehr

 

Kulturpolitik einmal online

Drei Monate lang lief die öffentliche Online-Konsultation zum EU-Kulturpro-gramms nach 2013 und seinen Zielen, Aktivitäten und Förderungsarten. Die Statements fließen in den Vorschlag der Kommission für ein neues Kulturprogramm ein, der dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Annahme vorgelegt wird. Mehr

 

Schmutzige Datenwolken

Greenpeace hat den Energiemix von Google, Microsoft, Apple, Amazon, Facebook, Yahoo! und weiteren IT-Riesen untersucht und nachgefragt "How dirty is your data?". Ökologische Nachhaltigkeit ist in der Branche kein Thema. Facebook zum Beispiel nimmt es nicht nur mit dem Datenschutz so genau, sondern betreibt im US-Bundesstaat North Carolina große Serverzentren mit billigem Strom aus Kohle und Kernkraft. Direkt daneben residieren Google und Apple. Zum Thema liefert die Umweltorganisation auch eine Animation. Dazu ein Bericht der Zeit.

 

Portal für Filmarchive

Bereits seit einigen Jahren digitalisieren europäische Filmarchive und Kinematheken ihre Bestände. Leider sind diese Materialien bisher nur schwer zugänglich, da viele Daten ausschließlich dezentral auf lokalen Servern oder physischen Medienträgern gespeichert werden. Im Rahmen des vom europäischen Kinemathekenverbund ACE (Association des Cinémathèques Européennes) und der Europeana Foundation initiierten Projekts EFG – The European Film Gateway, wird ein Online-Portal entwickelt, das erstmals direkten Zugriff auf etwa 700.000 digitalisierte Objekte ermöglicht. Das Deutsche Filminstitut – DIF e.V. koordiniert das Projekt. Der Prototyp des Web-Portals wird im Laufe des Jahres 2011 online zugänglich sein.

 

Mehr Licht ins Netz

Auch wenn mancher Facebook & Google gerne als soziale Dienste oder als „soziale Netze“ sieht, sind beide Weltfirmen vor allem Werbevermarkter. Mit den Mechanismen der Geldmaschinen und die „Datenfresser“ im Internet beschäftigen sich Frank Rieger, Constanze Kurz und Markus Beckendahl in einem 80-minütigen Gespräch.

 

Wissensgesellschaft, vergesslich

„In letzter Klarheit treten die Widersprüche der modernen Wissensgesellschaft erst im öffentlichen Umgang mit Katastrophen zutage. Vor deren Eintreten kalkulieren die wirtschaftlichen und politischen Eliten die Risiken ihrer Innovationen vorzugsweise in Geld“, meint Ulf Kadritze. Atomlobbyisten haben dabei „vor allem die Fortschritte in der Informationstechnik“ als Grund eines „erheblichen Sicherheitsgewinns für die Nukleartechnik“ erwähnt. Deshalb: "Vorwärts und stets vergessen!"

 

Interessiertes Nichtwissen

Ein fescher "Doktor" bringt es noch immer, auch wenn der Verleih eines Doktortitels von deutschen Universitäten vorzugsweise in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg einige Schrammen abbekommen hat. Ob  Konstanz und Vroni, ob Heidelberg und Sylvanna, ob Bamberg und Karl-Theordor: überall haben sich die Doktorväter – sämtlich "Kapazitäten" ihres Fachs – als Sympathisanten ihrer Doktoranten geoutet. Dank Guttenplag und Vroniplag ist einiges der Kumpanei ins Netz gekommen. Das ist zumindest eine Nominierung für den Grimme-Preis in der Kategorie Online Award Spezial wert. Wer sich darüber hinaus für das Elite-Geschäft mit gekauften Titeln interessiert, beim "Geliehenen Geist"  reinhören.

 

Transparenz durch WWW?

Die Medienwissenschaftler Tina Bettels, Susanne Fengler, Andreas Sträter und Mariella Trilling haben sich in einer Studie mit der redaktionellen Transparenz europäischer Zeitungen auseinandergesetzt und dabei nach Antworten auf Fragen wie „Werden Quellen offen gelegt und Fehler korrigiert? Leisten sich Redaktionen einen Ombudsmann, der als Beschwerdeinstanz fungiert und systematisch Fehlern nachspürt? Gibt es Blogs, Twitter-Feeds und soziale Netzwerke, in denen Journalisten mit Nutzern über redaktionelle Entscheidungen diskutieren?“ Eines der Ergebnisse: „Einige der untersuchten Instrumente dienen, oberflächlich betrachtet, zwar der Transparenz, sind jedoch wesentlich besser zur Unterstützung von Marketing-Strategien geeignet. Dies lässt sich beispielsweise im Fall der Bild-Zeitung beobachten.“ Der Springer Konzern will übrigens seine Webauftritte insgesamt ausdehnen. Die Studie

 

Tradition verpflichtet

Behindert oder stärkt das Internet die Demokratie, fragt die Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures and Commerce - kurz RSA - seit längerem. Bei der Suche nach Antworten ist sie auf viele idealistische Mythen gestoßen, die einen fast schon automatischen Zusammenhang zwischen Freiheit und digitaler Technik konstruieren. Beispielsweise haben sich weniger als 20.000 Personen per Twitter an der von den Medien so getauften Twitter-Revolution im Iran beteiligt haben. Zum Thema Internet/Demokratie hat sie jetzt auch eine Animation erstellen lassen. Das „Licht der Aufklärung“ hält die Gesellschaft nunmehr seit mehr als 250 Jahren bei ihrem „Einsatz für sozialen Fortschritt“ hoch.

Soziale Netzwerke spielten für die iranische Oppositionsbewegung im Sommer 2009 eine wichtige Rolle. Doch die von den internationalen Medien heraufbeschworene "Twitter-Revolution" gab es nie, schreibt auch Nasrin Alavi.

 

Pop.Hoch.Netz.Digitalkultur

Mit dem Start ihres Spartenkanals zdf.kultur ist das ZDF zum Crossover.Pop.Hoch.Netz.Digitalkultursender mutiert. Hier sollen sich die Unter-40-Jährigen "wach sehen" und Videospiele und Bücher, Oper und Pop mit einander versöhnt werden. Während die digitalen Bohème so dermaßen angeturnt Party macht, dösen die Älteren derweil weiter vor dem Hauptprogramm.

 

Generation Praktikum

Die Zahl der HochschulabsolvenTinnen, die nach ihrem Examen ein oder mehrere Praktika absolvieren, steigt. In der eben erschienenen Studie „Generation Praktikum 2011“ haben die Soziologen Heidemarie Hecht und Dr. Boris Schmidt das Phänomen untersucht. Das Projekt wurde von der Hans-Böckler-Stiftung und der DGB-Jugend gefördert. Nach Ansicht der Forscher liegt der Anteil der Praktikanten bei rund 20 Prozent aller Universitätsabsolventen. Zum Vergleich: Unter den Befragten nannten 19 Prozent als erste Beschäftigung nach dem Studienabschluss eine unbefristete Stelle. 27 Prozent waren zunächst befristet beschäftigt. Die gesamte Studie als Download

 

Öffentlichkeit 2.0

Am Beispiel Fukushima beklagt der Schweizer Journalist René Zeyer das Ende des Journalismus: Alles Realsatire .

 

Netzwert reloaded

Die Zeiten ändern sich. In der Serie „Netzwert reloaded“ verfolgt Thomas Knüwer jeden Montag, was das Team von Handelsblatt Netzwert vor exakt zehn Jahren über das digitale Geschäft schrieb. Zum Beispiel: was sagt uns heute noch der Begriff „I-Mode“? Erinnerung an eine Welt, in der E-Plus technisch führend war. Mehr

 

Bibliothek online

Die „Virtuelle Bibliothek der Ostsee“ versteht sich als ein kontinuierlich wachsendes Projekt zur Dokumentation der Literatur, die sich im weitesten Sinne mit der Ostsee und den damit verbundenen Kulturen auseinandersetzt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf AutorInnen, die sich im Ostsee-Raum über nationale Grenzen hinweg bewegt haben. Als Leitmotiv dient ein Zitat von Johann Gottfried Herder. Er notierte in seinem „Tagebuch meiner Reise im Jahr 1769“: „Es macht keinen Unterschied, ob wir uns in der kuranischen, preußischen, pommerischen, dänischen, schwedischen, norwegischen, holländischen, englischen oder französischen See bewegen. Wenn es um die Navigation geht, bewegt man sich überall auf dem Meer.“ Mehr hier

 

Free Web

Neelie Kroes, Generaldirektion der EU für die Informationsgesellschaft, fordert ein offenes Internet. Alle Bürgerinnen und Bürger und alle Unternehmen sollen gleichermaßen Zugang zu allen Informationen und Angeboten haben. Beschränkungen oder gar Blockaden von Angeboten müssen verhindert werden. Mehr hier

 

Hildesheim bloggt nach Berlin

Sieben StudentInnen der Hildesheimer Kulturwissenschaften bahnen sich ihren Weg zum 6. Kulturpolitischen Bundeskongress netz.macht.kultur in aller Öffentlichkeit via Blog. Nachgucken, lesen, kommentieren.

 

Urheberrecht in allen Facetten

Das Institut für Urheber- und Medienrecht e. V. München stellt Interessierten auf seiner Website neben aktuellen Nachrichten auch eine nahezu vollständige Übersicht der einschlägigen Regelungen und Grundlagen des Urheberrecht zur Verfügung. Besonders hilfreich: die Übersicht aktueller Gerichtsentscheidungen zum Thema.

 

Urheberrecht praktisch

Über das Urheberrecht wird viel diskutiert. Mancher Lobbyist sieht Urheberrechtsverletzungen allerorten. Abmahnungen meist von darauf spezialisierten Rechtsanwaltskanzleien sind ein beliebtes Durchsetzungsmittel. Um einmal die praktische Seite zu demonstrieren, hier vier beliebig ausgewählte Fälle: Beispiel 1 – Beispiel 2Beispiel 3 - und Beispiel 4

 

Kontrollbehörde - nein danke

Die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) zweifelt am geltenden Leistungsschutzrecht für Presseverleger: „Das Problem bei der Debatte um ein Leistungsschutzrecht ist meines Erachtens, dass keiner so genau weiß, wie ein solches Schutzrecht aussehen soll.“ Sie gibt auch dem französischen Modell einer staatlichen Internet-Kontrollbehörde gegen Internetpiraterie wenig Chancen: „Was sich auf den ersten Blick so einfach anhört, ist aus meiner Sicht kein adäquates Mittel im  Kampf gegen Online-Piraterie." Mehr   

 

Museum für alle

„Die Virtualisierung unserer Welt brachte eine schleichende Reduktion unserer Sinne auf den visuellen Kanal mit sich“, meinen Moritz Neumüller und Andreas Reichinger. „Dennoch hat sich in vielen Bereichen gezeigt, dass es durchaus eine neue Lust am Berühren und Begreifen gibt – denken wir nur an die allgegenwärtigen Touch-Screens. Auch in der Kunst- und Wissensvermittlung hat die Einbeziehung aller Sinne große Wirkung gezeigt. Technische, historische und naturhistorische Museen haben auf diesem Gebiet viel weniger Berührungsängste als die klassischen Tempel der Kunst.“ Mehr

 

Daemon&Darknet

Die Romane von Daniel Suarez beschreiben eine Welt, in der die Handlungen der Menschen von Algorithmen vorausgesagt und bestimmt werden. Der Computerpionier Sobol - irgendwie eine Mischung aus Steve Jobs und den Google-Chefs - hat ein Computerprogramm hinterlassen, dem es gelingt, die bereits hochgradig vernetzte und digital anfällige Welt unter seine Kontrolle zu bringen. Vieles, was Suarez beschreibt, ist technisch wirklich möglich. Frank Rieger hat ihn interviewt. Mehr

 

Kultur & Informatik

Zum neunten Mal wird am 12. Und 13. Mai zu der Berliner Veranstaltungsreihe „Kultur und Informatik“ geladen. Thema diesmal:  die multimedialen Perspektiven im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft, insbesondere die mediengerechte Aufbereitung von Informationen sowie die intuitive Benutzung der Multimediaanwendungen. In den Blick genommen werden Museums- und Stadtinformationssystemen, multimediale Ausstellungskonzepte, Museumsportale, Computerspiele, aber auch multimediale Präsentation in der Mode- und Bekleidungsindustrie. Mehr

 

Digitales Europa

„Das neue Paradigma der digitalen Kultur weckt sehr hohe Erwartungen, ruft aber auch Unbehagen im gesamten Kultursektor hervor“, überlegen Katherine Watson und Martijn Arnoldus vom europäischen LabforCulture. „Auf der einen Seite haben viele Kulturschaffende das Gefühl, dass sie nicht ganz verstehen, was in der digitalen Welt passiert. So sind zum Beispiel nur wenige Museen und andere Kulturinstitutionen davon überzeugt, dass sie sich den neuesten digitalen Technologien voll angenommen haben. Tatsächlich hat sich, trotz der vielen Experimente mit digitalisierten Sammlungen und Online-Diensten, noch keine weit verbreitete Praxis entwickelt, die dem neuen Paradigma vollständig gerecht wird.“ Das gilt es zu ändern, denn der Kultursektor muss Wege zu neuem Wissen eröffnen: „Die Stärke der Kunst und des Kultursektors beruhte immer darauf, bestehenden Informationsquellen einen neuen Sinn zuweisen zu können sowie Bedeutung zu kommunizieren und zu reflektieren.“

 

Geistiges Eigentum (2)

„Geistige Eigentumsrechte stehen mehr denn je exemplarisch für die gegenwärtigen Schwierigkeiten, einen fairen Ausgleich zwischen privaten und öffentlichen Interessen zu schaffen, der die Bedeutung kreativer Arbeit angemessen würdigt, sie entsprechend entlohnt und dabei vermeidet, dass die Partikularinteressen einzelner Wirtschaftsbranchen stärker gewichtet werden als das allgemeine Interesse an einem funktionierendem Sozialstaat“, schreibt Isabella Löhr und verweist auf eine Reihe grundlegender Sammelpublikationen. Mehr

 

Geistiges Eigentum (1)

Wem nutzt das Urheberrecht? Hat sich Eckhard Höffner schon vor einiger Zeit gefragt und sich auf eine umfangreiche Recherche durch die Zeit begeben. In seinem Buch "Geschichte und Wesen des Urheberrechts" analysiert er Autorenhonoraren, Auflagen und die Anzahl neuen Titel des Buchmarktes in Deutschland und Großbritannien. Sein irritierendes Ergebnis: Während der britische Buchmarkt mit Urheberrecht vor sich hindämmerte, entwickelte sich Deutschland ohne Urheberrecht zur weltweit führenden Buchnation, zum Volk der "Dichter und Denker". Mehr

 

iBigBrother

iPhone und iPad spreichern die Bewegungsprofile ihrer Nutzer. Zwei Programmierer haben die Datei entdeckt und eine Anwendung gebaut, mit der jeder seine Vorratsdaten ansehen kann, meldet die Zeit.  Apple hatte bereits vor der Entdeckung den Big Brother Award 2011 als "Datenkrake des Jahres" erhalten. Mehr hier. Weitere Infos

 

Elektrischer Reporter

Der Elektrische Reporter  gibt ab und zu Lebenszeichen und befindet sich derzeit in Phase III. Das Redaktionsteam um Mario Sixtus textet dazu: „Willkommen im Labor! Das Team um den Elektrischen Reporter entwickelt derzeit für das und mit dem ZDF ein paar neue Kurz-Video-Formate, die sich allesamt mit Themen aus den Bereichen Web, Netzkultur und -politik beschäftigen werden. Normalerweise bekommen lediglich die beteiligten Redakteure die ersten Halb- und Zwischenergebnisse von solcherlei Laborarbeit zu sehen. Das wollen wir versuchsweise ändern: Bis Ende des Jahres werden wir hier (nahezu) im Wochentakt Sendungs-Dummies aus dem Labor- ans Tageslicht holen und Sie um Ihr Feedback bitten, zu Form, Inhalt, Themenauswahl und dem ganzen Rest.“ Als Beispiel für die bisherigen Mühen eine Videokolumne von Peter Glaser über Akzeptanz- und Verständnisschwierigkeiten nicht nur im Web. 

 

Gesellschaftssystem Internet

Günther Dueck, nach eigenem Bekunden Träger des Spitznamens "Wild Duck", beschäftigt sich als Cheftechnologe der Deutschen IBM intensiv mit dem Strukturwandel, das das Internet mit sich bringt: "Geschäftsabläufe werden immer stärker automatisiert. Viele Berufe werden auf den dem Computer noch unzugänglichen Bereich des rein Physischen reduziert und damit ganz oft in den Niedriglohnsektor abgedrängt. Ein Leben im Prekariat droht nun einer großen Menge von Menschen." Vor dem Hintergrund dieser epochalen Wende fordert er: "Jeder muss und kann studieren!" Auf der re:publica 2011 hat er seine Thesen vorgetragen.  

 

33 Sekunden

Schon etwas her, aber immer noch gut und unterhaltsam. Der Musiker und Performance-Künstler Johannes Kreidler hat ein Musikstück mit 70.200 Zitaten komponiert – Dauer: digitale 33 Sekunden – und möchte es gemäß den GEMA-Richtlinien bei der Verwertungsgesellschaft anmelden. Dazu ein Film nebst zwei Trailern zur Aktion in unterschiedlicher Länge. Derzeit arbeitet Kreidler an Werken, die u.a. im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) und bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt werden.

 

Pulitzer goes online

Erstmals ist ein reiner Online-Artikel mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet worden. Jesse Eisinger und Jake Bernstein erhielten die Auszeichnung für ihre auf dem Nachrichtenportal propublica veröffentlichten Reportagen über Wall-Street-Banker „seeking to enrich themselves at the expense of their clients and sometimes even their own firms. 2010 war schon einmal ein propublica-Beitrag geehrt worden – aber er erschien zusätzlich im New York Times Magazine.

 

Rindermix

Seit dem 19. Februar schreiben Tanja und Jamal Tuschick eine Fortsetzungsgeschichte im Netz. Erster Satz: „Dann war Texas weg, wegen mir hätte er auch bleiben können.“ Derzeit letzter Satz: „Das ist die Frage im Augenblick.“ Titel der Erzählung: „Geh mir fort – Grobzeug im Rindermix 2“.

 

Black Screen

„Wer in Deutschland im Internet unterwegs ist, steht oft vor verschlossenen Türen und schwarzen Bildschirmen“, meint Stefan Winterbauer. Beispiel Youtube: „“Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar.” Das ist ein Text, den viele YouTube-Nutzer hierzulande sehr gut kennen dürften. Er taucht meistens auf, wenn man versucht, offizielle Musikvideos bei YouTube aufzurufen. Das Bizarre dabei: Vor allem solche Videos sind nicht zu sehen, die von den Künstlern und Plattenfirmen in offizielle Kanäle bei YouTube eingestellt werden. Als Grund der Misere wird oft der Rechtsstreit zwischen YouTube und der deutschen GEMA genannt, aber das ist nur die halbe Wahrheit." Mehr

 

Das Buch als Skulptur

„Ein 3000 Seiten-Wälzer mit Text, ohne Absätze, ohne Titel, bestehend aus Tagebucheintragungen – anonym verfasst von 900 Autoren“ wird im wird im Museum im Dortmunder „U“ vorgestellt, annonciert Rolf Dennemann. Ihn beschäftigt das Projekt 2-3strassen des Aktions- und Konzeptkünstlers Jochen Gerz nachhaltig. Der Kommentar zur Gerz-Ausstellung ist der letzte Eintrag im  Blog Dman-Blinks---alles-andere, das-von-Interesse-ist , der zu Kunstprojekten in ganz Europa führt.

 

50. Jahrestag der Revolution: Kuba online

Durch ein neues Glasfaserkabel zwischen Venezuela und Kuba wird sich die Internetverbindung zu und von Kuba in der zweiten Jahreshälfte massiv verbessern. Hamadoun Touré, der Generalsekretär der UN-Telekommunikationsagentur ITU, begrüßte den neuen Anschluß. Das Kabel ALBA-1 mache die Verbindung bis zu 3000-fach schneller, teilte Touré mit.

 
 

Computer im Museum

„Die ersten Computer der Welt wurden in Berlin gebaut. Diese Tatsache ist für viele Menschen überraschend, werden doch oftmals die USA als Wiege der digitalen Revolution angesehen“, verkündet das Deutsche Technikmuseum und lädt zu einem Rundgang, denn „in Berlin-Kreuzberg baute der Tüftler Konrad Zuse die ersten Computer der Welt. Aus Anlass seines 100. Geburtstags präsentiert die Abteilung Rechentechnik eine neu konzipierte interaktive Dauerausstellung: Auf rund 300 <acronym>qm</acronym> werden in sechs Themeninseln Leben und Werk Konrad Zuses vorgestellt und in die weltweite Technikgeschichte eingeordnet.“ Die Vergangenheit spiegelt beim Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn nicht nur in den Ausstellungsstücken. Das Gebäude an der Paderborner Fürstenallee diente früher als Verwaltungszentrale der Nixdorf Computer AG. Als 1984 die erste Studie über ein Nixdorf-Computermuseum angefertigt wurde, nutzte man das Gebäude noch zu dem Zweck, zu dem es 1972 errichtet worden war: von hier aus wurden die internationalen Aktivitäten der Nixdorf Computer AG gesteuert. Doch das ist längst Geschichte.

 

Nervtötende Werbung

Wenn man einer neuen Erhebung aus den USA, dem Mutterland von Twitter, Facebook & Co, glauben darf, müssen die bekannten Vertreter des Social Web ihren Auftritt dringend relaunchen. Denn immer mehr User empfinden es langweilig und nervtötend, andauernd mit Werbebotschaften bombadiert zu werden, die sie nicht bestellt haben. Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • 91 percent of consumers have unsubscribed from permission-based marketing emails.
  • 77 percent of consumers report being more cautious about providing their email address to companies versus last year
  • 81 percent of consumers have either "unliked" or removed a company's posts from their Facebook news feed.
  • 71 percent of consumers report being more selective about "liking" a company on Facebook versus last year.
  • 51 percent of consumers expect that a "like" will result in marketing communications from brands while 40 percent do not believe it should result in marketing communications.
  • 41 percent of consumers have "unfollowed" a company on Twitter.
 

Social Networks

Wie können Politik und Partizipation mittels Social Media funktionieren? Mit einem einzigen Werkzeug sei es nicht getan, sagt Christiane Schulzki-Haddouti. Wikis und Blogs helfen, Ideen zu entwickeln, so die IT-Journalistin. Über Social Networks hingegen ließen sich Beteiligung organisieren und Menschen mobilisieren. Vor allem aber: Social Media bieten neue Werkzeuge für gemeinsame Initiativen. Mehr hier

 

Open Sachverstand

Nachdem die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages in ihrer Sitzung am 13. Sept. 2010 einstimmig ein Konzept zur Online-Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen hatte, lehnte der Ältestenrat am 27. Januar 2011 die Einführung eines solchen Projektes ab. Der Grund: die zu „hohen Kosten bei der Implementierung der Open-Sopurce-Software in das Angebot des Deutschen Bundestages“. Jetzt haben die Sachverständigen aller fünf Fraktionen des Bundestages in Kooperation mit den Entwicklern von Adhocracy Liquid Democracy e.V. eine entsprechende Software kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die „Instanz von Adhocracy“ soll vorerst bis zum Abschluß der Evaluation der Online-Beteiligung laufen. Ziel von Liquid Democracy ist die Entwicklung eines demokratietheoretischen Modells, das „den Direkten Parlamentarismus in möglichst vielen Gesellschaftsbereichen einsetzbar machen“ will, da „Demokratie nicht ausschließlich als Staatstheorie“ verstanden wird, sondern auch „als eine Idee, die in allen gesellschaftlichen Bereichen sinnvoll eingesetzt werden kann, in denen Menschen auf Augenhöhe und nach fairen Regeln Ziele erreichen wollen“. Mehr über Enquete-Adhocracy . Hier geht’s zum blog der Enquetekommission.

 

 

Big Brother

Seit 2000 organisiert der FoeBuD e.V. die Big Brother Awards, »die 7 Oscars für Überwachung« (Le Monde). In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen u.a. an die Apple GmbH in München („Geiselnahme ihrer Kunden mittels teurer Hardware und die darauf folgende Erpressung, den firmeneigenen zweifelhaften Datenschutzbedingungen zuzustimmen“), Facebook Deutschland GmbH („ gezielte Ausforschung von Menschen und ihrer persönlichen Beziehungen hinter der netten Fassade eines vorgeblichen Gratisangebots“), die Daimler AG in Stuttgart („Bluttests aller Mitarbeiter“) und den Deutschen Zoll ( verlangt „von deutschen Unternehmen, ihre Beschäftigten mit russischen Antiterrorlisten abzugleichen“. Die Basis sind Daten des Geheimdienstes FSB (ehemals KGB). GASPROM bevorzugt Unternehmen bei der Lieferung von Energie, die sich der Prüfung unterwerfen.)  Der Verein zum Sinn der Awards: „Es geht nicht nur um die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen, sondern um die Sicherung des demokratischen Rechtsstaates: Ein Mensch, der ständig bespitzelt, registriert, und von speziell auf ihn abgestimmter Werbung gegängelt wird, verändert mit der Zeit sein Verhalten. Er soll zum durchschaubaren, beliebig manipulierbaren Objekt derjenigen degradiert werden, die seine Daten benützen. Damit werden Grundprinzipien unserer Verfassung - die Menschenwürde und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit - beschädigt.“ Mehr hier

 

 

Aus für Google Book Settlement

Ein US-Gericht die Fortführung des zuvor schon modifizierten Google Book Settlement untersagt (hier und hier . Zur Begründung führte Richter Denny Chin u.a. an, den Komplex der Urheberrechte verwaister Werke bedürfe einer gesetzlichen Regelung durch den Kongress. Zudem erwachse Google im Falle einer Fortführung von Book Settlement ein „entscheidender Wettbewerbsvorteil“ gegenüber den Konnkurrenten (das Urteil im Vorlaut  hier ). Ein Jahr zuvor hatte sich bereits das US-Justizministerium gegen Google positioniert. Zum Hintergrund weitere Infos und ein Kommentar von Konrad Lischka , der nicht versteht, weshalb man in digitalen Zeiten noch zur Bibliothek gehen soll, um Bücher auszuleihen.

 

Berliner Erklärung

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Europäische Zeitschriften Verleger Verband (FAEP) (The Voice of Europe’s periodical press) haben zum Abschluss des Digital Innovators Summit in Berlin am 14/15 März eine sog. Berliner Erklärung verabschiedet, mit der sie die Politik auf die Gefahren der Digitalisierung im Verlagswesen aufmerksam machen wollen. Die Erklärung stellt fünf Forderungen:

In order to be able to properly adapt to their readers’ shifting consumption habits, publishers call for support for the following 5 key conditions for success:

1. Maintenance of existing press freedoms is the minimum prerequisite for any reasonable media policy.

2. Freedom to experiment and manage innovative business models.

3. Strong copyright protection is essential for a vibrant press.

4. Reduced VAT rates for digital as well as printed press.

5. Fair competition and transparency in the digital world.

Nicht ohne Komik: der VDZ war nicht in der Lage, auf seiner Website eine deutsche Übersetzung zu präsentieren.

FAEP und VDZ zielen mit ihrer Erklärung auf den bevorstehenden "Internet G8 – Gipfels" im Mai in Frankreich. FAEP-Präsident David Hanger: „Die möglichen gesetzlichen Änderungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene, die derzeit in der Diskussion sind, können die Zukunft der digitalen Presse gefährden." Als Beispiel dienen ihm mögliche Änderungen des bisherigen Copyrights und des Datenschutzes. In beiden Bereichen werden die Verleger bisher einseitig privilegiert. Zudem beklagt Hanger die „zum Teil einseitigen Geschäftsbedingungen großer Internetplayer“.

Der Blogger Thomas Knüwer kritisiert die Erklärung in einem ersten Kommentar als „putschistisch“ (mehr hier) und resümiert: „Die Verlage stellen sich über das Gesetz, über unsere Gesellschaftsordnung, über jedwede Ethik. Wer dies versucht, hat in einer demokratischen Gesellschaft nichts verloren.“

 

 

Klein, aber fein

Seit einem guten Monat ist das neue Kulturportal www.kultur-in-pankow.de online. Das kreative Netzwerkprojekt ist nach eigenem Bekunden das erste "Cloud-Computing-Projekt" im Kulturbereich und umfasst neben dem Redaktionsserver eine Content-Syndication, Ticketing und mobile Anwendungen für Smartphones. Viele weitere Ideen sind technisch schon implementiert - werden aber erst nach und nach das Licht der Bildschirme antreiben - hier sind noch Kulturpartner gesucht.  Hervorgegangen ist das Projekt aus gemeinsamen Ideen von Michael Springer und Frank Ehlert, die eine radikale Kritik der Google-Aufmerksamkeitsökonomie verbindet. Ihr Ziel: eine "Kulturökologie" der Aufmerksamkeit schaffen, die einzelne Künstler, Institutionen, Kulturträger und Veranstalter zu einer kulturellen "Wolke" zusammenführt.

 

 

Digitale Sphären

Das Debattenblatt Lettre International widmet sich in seiner aktuellen  Ausgabe Nr. 92 auch dem Thema Digitalismus. Manuel Arias Maldonado beschäftigt sich mit dem "Planet Wikipedia" und erzählt dabei eine Version der immer wiederkehrenden Geschichte der Datenmanipulation, die auch von gehobenen Kreisen betrieben wird: „Im Februar 2009 erlag Gordon Brown, der ehemalige britische Premierminister, einer lyrischen Stimmung, als er versuchte, im Unterhaus das Wesen der Finanzkrise zu erklären: „Mir fällt die Geschichte Tizians ein, jenes großen Malers, der, als er im Alter von neunzig Jahren das letzte seiner prachtvollen hundert Gemälde vollendete, gesagt hat: ‘Endlich lerne ich malen.’ An demselben Punkt befinden wir uns alle.“ In der folgenden Woche entgegnete David Cameron, damals der Führer der konservativen Opposition: „Der Premierminister kommt nie mit den Tatsachen zurecht: Er sagte, er sei wie der neunzigjährige Tizian. Aber Tizian ist mit 86 Jahren gestorben.“ Allgemeine Unruhe. Man hört Gelächter. Der Speaker verlangt Ruhe. Dann wendet man sich einem anderen Thema zu. Aber damit ist die Geschichte nicht zu Ende. Vier Minuten vor dem Ende der Kontrollsitzung wurde der Eintrag für „Tizian“ in der angelsächsischen Wikipedia der Erklärung des Tory-Führers entsprechend verändert: Wenn vorher 1485 als Geburtsdatum und 1576 als Todesdatum dastand, erschienen nun 1490 bzw. 1572. Schockierend! Der Wikipedia-Scanner, konzipiert für solche Erfordernisse, spürte die Herkunft der Veränderung auf. Es handelte es sich um eine IP-Adresse – das heißt eine Registrierung als Internet-Einzelnutzer – im Sitz der Konservativen Partei im Südwesten Londons. Ein Sprecher der Labour Party erklärte daraufhin öffentlich, ein Mitglied des Büros habe sich zu einer übereifrigen Tat hinreißen lassen. Also gut – aber wann ist -Tizian nun gestorben? Tatsächlich gibt es hierzu keine einheitliche Meinung: Man hatte allgemein angenommen, etwa 1577; jetzt glaubt man, nach 1580. Das New Yorker Metropolitan Museum entschied sich für 1576. Genauso wie dies Wikipedia vor der eigennützigen Änderung angeführt hatte.“ Daneben schreibt Hans Günter Holl über die "Feindliche Übernahme" der medialen Wirklichkeit.

 

 

Digitales Kino

Die Filmförderanstalt (FFA) hat ihre gemeinsam mit dem BKM getragene Förderung zur Digitalisierung der Kinos in Deutschland gestartet. Entsprechende Zuschüsse können jetzt beantragt werden. Eine Kombination mit den Förderungen der Länder ist möglich. „Die Digitalisierung ist eine der wichtigsten strukturellen Fördermaßnahmen der deutschen Kinowirtschaft“, betonte FFA-Präsident Eberhard Junkersdorf. Der unverzichtbare Umrüstungsprozess werde durch die jetzt anlaufende Gemeinschaftsaktion von Filmwirtschaft, FFA, Bund und Ländern nachhaltig unterstützt – „ein für alle Beteiligten glückliches Ende“. Mehr hier

 

 

Computer im Museum

Das größte Computer-Museum der Welt steht natürlich in Kalifornien. „The mission of the Computer History Museum is to preserve and present for posterity the artifacts and stories of the information age. As such, the Museum plays a unique role in the history of the computing revolution and its worldwide impact on the human experience”, schreibt das Museum auf seiner Website und lädt gleich zu Besuch der aktuellen Ausstellung: “Revolution: The First 2000 Years of Computing is a rich, multimedia exhibition that traces the history of modern computing, everything from the abacus to the smart phone. Revolution is fun, informative and thought-provoking. It has something for everyone, from technical experts and geeks to curious non-techies who wonder how sophisticated computing technology ended up in, among other places, their microwave ovens. The exhibition spins the stories of computing history in an orientation theater, 19 galleries and five mini-theaters showing high-definition videos produced by the Museum. Each gallery is a themed mini-exhibition that covers a particular aspect of the evolution of computing.”

 

 

Privatsphäre adé

„Wir haben längst die Kontrolle darüber verloren“, meint Julia Schramm: "Ob wir es nun gut finden oder nicht: Privatsphäre ist sowas von Eighties.“ Sie ist Mitbegründerin des Blogs „Die datenschutzkritische spackeria" , die den Versuchen, im Internet so etwas wie Datenschutz zu praktizieren, mehr als kritisch gegenüber stehen („Wir verstoßen alle jederzeit und tagtäglich gegen die aktuellen Datenschutzbestimmungen. Es geht gar nicht anders, weil die Bestimmungen auf aktuelle Medien und Werkzeuge keine Antworten wissen.“) Oder wie Schramm es formuliert: „Im Internet ist es eben vorbei mit der Privatsphäre, darüber sollte man sich klar sein. Schon der Begriff Datenschutz gaukelt eine falsche Sicherheit vor, die es praktisch nicht mehr gibt. Die einzige Alternative ist, anonym zu surfen.“ Ihr Gespräch mit  Spiegel online ist hier nachzulesen.

 

 

Ideenklau in den Medien

„Auch in der Werbe- und Medienbranche werden schamlos Ideen geklaut und vermarktet“, berichten Thomas Nötting, Sigrid Eck, Peter Hammer und Leif Pellikan und schlussfolgern: „Die komplizierte Rechtslage schützt das Urheberrecht kreativer Köpfe kaum und gefährdet damit ihre Geschäftsgrundlage." Die Schlussfolgerung: „Das Xerox-Prinzip ist überall, nicht nur im Journalismus. Copy-Cats streunen in allen Winkeln der Kommunikationsbranche: Artikel werden ebenso abgekupfert wie Kampagnenideen und Werbe-Slogans.“ Wo bleibt das der Ruf der Zeitungsverleger nach einer Reform des Urheberrechts?

 

 

Postdemokratie & Öffentlichkeit

Die Affäre um den Freiherrn von G. und ihre mediale Präsentation  hat uns einen Vorgeschmack davon gegeben, wie sich unsere Demokratie zur Postdemokratie wandelt, findet Georg Seeßlen: „Karl-Theodor zu Guttenberg begründete seinen Rücktritt als Verteidigungsminister mit der veränderten Wahrnehmung seiner Person durch die Medien. Das war keineswegs überraschend: Der berlusconistische Politiker erhält seine Macht nicht so sehr durch die parlamentarisch-demokratischen Institutionen und nicht durch die Hierarchien und Allianzen der Parteien, sondern vor allem durch die Medien. Nicht Wahl oder Diskurs entschieden über seine Macht, sondern seine mediale Präsenz – möglichst überraschend, möglichst "unpolitisch"."

Auch Ken Jebsen macht sich Gedanken über den aufziehenden deutschen Berlusconismus und hofft auf die demokratischen Kräfte des Internets . Denn auf der Tagesordnung der nächsten Jahre steht die Frage, ob Gesetz und Rechtsstaat noch zählen oder nur noch gute Kontakte und die mediale Präsenz: „Lernen wir von den Jugendlichen in Nordafrika!“

Erfinder des Begriffs „Postdemokratie“ ist der britische Politikwissenschaftler Colin Crouch. Er analysiert „ nicht ohne Polemik das Lavieren der Demokratien zwischen Populismus, Manipulation und ökonomischen Zwängen. Als schlimmste Folgen drohten der Verlust der Glaubwürdigkeit demokratischen Handelns und die Verachtung der Demokratie“, so die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Der Titel kann bei ihr gegen eine Versandpauschale bestellt  werden.

 

 

Digitale Musikkultur

„ Die fortschreitende Digitalisierung in den letzten Jahren hat zu einer entschiedenen Veränderung des zementierten Gefüges innerhalb der traditionellen Wertschöpfungskette in der Musikbranche geführt“, analysiert anjahwr in seinem Blog über „innovative Geschäftsmodelle im Internet“. Die Musikindustrie hat da schwer zu kämpfen, denn sie „unterliegt nicht nur den Einflüssen der Digitalisierung, sondern vielmehr wurde das Produkt selbst digital. Die Branchengrenzen haben sich zunehmend verschoben und somit den Weg für neue Wettbewerber geöffnet.“ Die neuen Wettbewerber sind kleiner als die Großen Konzerne und machen auch andere Musik. Der Jahreszeit angemessen zwei Beispiele für lokale Bands und ihre Musik: hier und hier

 

 

Cloud Computing

IT-Experte Sascha Lobo ist sich „ziemlich sicher, dass der kreative Prozess verändert wird“, wenn „man die richtige Technologie zur Verfügung hat“. Zum Beispiel das kollektive Schreiben: „Zum Beispiel dachte ich wie viele Leute, die mit Texten arbeiten, lange Zeit, dass man einen Text nur alleine schreiben kann und dass ein Text mit mehreren Menschen schlechter wird. Diese Meinung musste ich ändern.“ Cloud Computing ist das Stichwort dazu. Wie immer wenn es um neue gigitale Techniken geht, schwanken die Urteile der Experten zwischen Euphorie und Ablehnung. Das Interview über Google, Sicherheit und unsere digitale Zukunft hier

 

Digitaler Alltag

Unser Alltag und unsere Kultur werden vom Internet geprägt. Hier ein kleines Beispiel für Handy-Nutzer: „Der Überwachungsstaat ist kein Hirngespinst: Studierende und Globaliseriungskritiker werden hierzulande durch Polizeispitzel unterwandert; im Land, das derzeit den Ratsvorsitz der EU innehat, ist ein totalitäres Mediengesetz in Kraft getreten.“, schreibt die ZEIT. „Vor diesem Hintergrund lohnt es, über das Überwachunspotential der Vorratsdatenspeicherung nachzudenken. Die Vorratsdaten des Grünenpolitikers Malte Spitz, die wir in einer interaktiven Anwendung veröffentlicht haben, können dazu Beispiel sein.“ Die ZEIT zeigt eine Karte, auf der per Handy-Daten die Teilnahme von Spitz nachgezeichnet ist. Mehr  hier

 

 

Kein Kavaliersdelikt

Den Deutschen Kulturrat treibt die Sorge um das „schwindende Unrechtsbewusstsein beim Raubkopieren“ im Internet um. Vor dem Hintergrund der „Causa Guttenberg“ fragt er „Ist Raubkopieren nur noch ein Kavaliersdelikt?“ Er fürchtet, „dass durch ein schlechtes Vorbild illegales Kopieren noch hoffähiger gemacht wird.“ und verweist darauf, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits am 26.04.2008 beispielhaft zu einer gesellschaftlichen Diskussion über Urheberrechtsverletzungen im Internet aufgerufen hat. Merkel wörtlich: „Ich weiß, dass wir eine gesellschaftliche Diskussion brauchen, die deutlich macht: Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt. Dies muss immer wieder deutlich gemacht werden, denn jeder, der einmal versucht hat, eine eigenständige künstlerische Leistung zu vollbringen, weiß, wie viel Arbeit und wie viel Kraft dahinter steckt. ... Wir wissen, dass es ein dickes Brett ist, das wir bohren müssen, aber wir werden in unserem Kampf um einen besseren Schutz von künstlerischen Produkten nicht nachlassen, denn als Kulturnation wollen wir als Deutsche unseren Beitrag dazu leisten, dass auch diese Leistungen in gebührendem Maße anerkannt werden.“

Den Video-Podcast von Angela Merkel finden Sie hier

Vor diesem Hintergrund ein Offener Brief von Doktoranten und Studierenden.

Dazu sei dieser Text zur vergnüglichen Lektüre empfohlen. 

 

Wandel der Öffentlichkeit

Kritische Analysen zur schwierigen Lage des Qualitätsjournalismus waren am 23. Februar Thema des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien unter Vorsitz von Monika Grütters (CDU/CSU). Die Anhörung bildete den Auftakt für eine Reihe von weiteren Veranstaltungen, die sich u.a. mit der Ausbildung im Journalismus, der sozialen Lage von Journalisten und der Pressefreiheit in Europa befassen werden. Ein Schwerpunkt der aktuellen Debatte war die Entwicklung der Medien mit Blick auf journalistische Darstellungsformen im Internet. Die geladenen Experten vermieden es allerdings, die bestehenden Probleme des Qualitätsjournalismus alleine mit dem Aufstieg der Online-Medien zu begründen. Mehr hier und kommentierend hier

 

Verwaiste Werke

Die Bundestagsfraktion der Linken hat einen Gesetzesentwurf zur Digitalisierung vergriffener und verwaister Werke (Drs. 17/4661) in den Bundestag eingebracht. Zur Begründung heißt es, das Vorhaben, das kulturelle Erbe, darunter auch vergriffene und verwaiste Werke, in digitaler Form zu veröffentlichen träfe auf ein breites gesellschaftliches Interesse. Global, auf europäischer Ebene, aber auch in Deutschland würden Lösungen für das Problem gesucht, Digitalisierungsoffensiven im privativen und öffentlichen Bereich Rechtssicherheit zu verschaffen und die Kosten für Verwaltung und Bürokratie zu begrenzen. Zugleich sollten rechtmäßige Rechteinhaber, insbesondere Urheber, angemessen vergütet werden. Nachlesen hier

 

Sendepause für 90 Millionen

Die vorübergehende Abschaltung des Internets hat  die ägyptische Regierung rund 90 Millionen US-Dollars gekostet, schätzt die OECD. Die täglichen Aufwendungen für die blockierten Dienste (Telekommunikation und Internet) belaufen sich danach auf rund 18 Mio. US-Dollars täglich. Das entspricht etwa 3 – 4 % des BIP. Das Netz war teilweise fünf Tage lang offline.

 

Eliten adé

In Zeiten der Digitalisierung verlieren die Eliten an Bedeutung, meint der Philosoph Boris Groys: „Was hat ein erfolgreicher Fußballspieler mit einer Operndiva gemein? Nur den Erfolg, das Geld und die Prominenz, und zwar in unterschiedlichen Bereichen des Lebens. Das meint man, wenn man heute über Eliten spricht: erfolgreiche Menschen, die finanziell gut ausgestattet sind, über politische oder wirtschaftliche Macht verfügen. Diese „Eliten“ sind genauso heterogen und pluralisiert wie die Gesellschaft insgesamt.“ Und: „Die Rückkehr der Eliten ist unmöglich. Die heutige Heterogenität ist gar nicht schlecht, weil dadurch Freiräume für den Einzelnen entstehen.“ Mehr hier

 

Schön langsam werden

„Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, den so genannten Nuller-Jahren, haben sich die technologischen Grundlagen der Medienlandschaft tiefgreifend verändert: die wichtigsten Schlagworte lauten: Vernetzung, Internet und soziale Medien“, konstatiert das slow media Manifest und sieht neue Perspektiven: „Im zweiten Jahrzehnt wird es weniger darum gehen, neue Technologien zu finden, die das Produzieren von Inhalten noch leichter, schneller und kostengünstiger gestalten. Stattdessen wird es darum gehen, angemessene Reaktionen auf diese Medienrevolution zu entwickeln – sie politisch, kulturell und gesellschaftlich zu integrieren und konstruktiv zu nutzen.“ Mehr hier

 

Bücher neue denken

„eBooks auf dem iPhone sind weit mehr als ein Hype - die Kategorie "Bücher" ist die zweitbeliebteste Kategorie im App Store“, meint Volker Oppmann, Geschäftsführer des Berliner Start-Ups textunes und blickt hoffnungsvoll nach vorn: „Das Verlagswesen lebt im Kern vom Handel mit Urheberrechten und deren Auswertung. Im eBook-Bereich kommen nun neue Möglichkeiten der Auswertung hinzu und die Verlage begreifen, dass sie ihre Inhalte als „Content-Provider“ völlig neu denken können. Mehr hier

 

Smart Cities

“Smart Cities” will build integrated academic/governmental people-based networks that enable effective information sharing and use into economically relevant knowledge and technologies. Smart Cities believe that simply "exchanging" good practice simply is not enough. Best e-practices require a solid academic grounding, an understanding of the local context as projects are necessarily rooted localy; tailored to regional needs while aligning with the National, NSR and European strategies. Co-design, integrated mainstreaming and academic involvement will lead to transnational transferable methodologies and e-services. Mehr hier

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